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Karel Gott | LP MC MB Schätze der Vergangenheit

Karel Gott | Schätze der Vergangenheit

LP MC MB Polydor 2371304

Im Jahre 1972 hat sich Karel Gott ausschliesslich auf klassische Melodien der grössten Weltkompositören (Verdi, Bach, Tschaikowski, Mozart, Pachebel, Rimskij-Korzakov, Brahms, Schumann, Vivaldi, Albinioni) eingerichtet und man muss sagen, dass dies auf eine erfolgreiche Weise geschah. Es ist kein grosses Belcanto und Karel Gott stellt diese Lider mit richtigem Gefühl dar. Vor allem Schwansee, Nabucco und vielleicht Air von Bach ragen wirklich hervor - das letztgenannte Lied ist ein richtiges Meisterstück... Obwohl das Album auch in Spanien und in Japan unter Columbia-Marke erschien, geschah dies in der Tschechoslowakei nicht, es geht hier also um ganz unbekannte Aufnahmen.

PROMO '72: Waren auf der LP „Hol' die Welt in dein Haus" internationale Hits zu hören, so ist Karel jetzt wieder in den klingenden Time Tunnel gestiegen, um „Schätze der Vergangenheit" ans Licht unserer Tage zu bringen. Gewiß hat er schon auf der LP „Von Böhmen in die Welt" u. a. klassischen Themen zu neuem Glanz verhelfen; mit dem Unterschied, daß die vorliegenden „Schätze der Vergangenheit" zum überwiegenden Teil in der Originalfassung Instrumental stücke sind, die durch Karel erstmalig von einem Sänger interpretiert werden. Der thematische-Bogen spannt sich von der „Air" aus Bachs berühmter dritter Orchester-suite („Schön wie der erste Tag") über „Rosen im Herbst" nach Schumanns a-moll Klavierkonzert bis zum „Märchen aus 1001 Nacht" nach den Klängen der „Sheherezade" von Rimsky-Korssakoff. Interessante Arrangements liefern vielfältige Klang-teppiche, vor denen Karel erneut beweisen kann, daß er den Beinamen „Goldene Stimme aus Prag" zu Recht erhalten hat. Man kann es betrachten wie man will: diese „Schätze der Vergangenheit" sind in vieler Hinsicht auf der aktuellen Musik-szene konkurrenzlos.

Selten findet man in der erhaltungsbranche eine Stimme, die es mit Karels Tenor in Glanz, Kraft und lyrischer Ausdrucksstärke aufnehmen könnte; hört man sich die rein orchestralen Teile der einzelnen Stücke an, so muß man lange nach ebenbürtigen Klassikversionen suchen, auch wenn das Thema seit einiger Zeit ,in' ist. So wenig wie nötig Original, so viel wie möglich zeitgemäße Bearbeitung nach dieser Devise arbeiteten die Arrangeure und Dirigenten Rob Pronk, Rolf Rosemeier und Rudi Bohn und ließen so ziemlich alles hinter sich, was einer momentanen Mode entsprechend mit dem Wort .Klassik' im Plattentitel garniert. Doch das Bemerkens-werteste neben Karels wandlungsfähiger Stimme sind die deutschen Texte. Fünf Autoren, allen voran Bert Olden, arbeiteten wochenlang an den Zeilen und lieferten schließlich maßgeschneiderte Texte, die auch als Gedichte denkbar wären. Endlich haben wir den Beweis, daß nicht die deutsche Sprache Schuld hat, wenn die M ehrzahl unserer Schlager und Lieder auf relativ niedrigem Sprachniveau angesiedelt werden. Man kann von Märchen, Träumen, Rosen und Zärtlichkeit durchaus sprechen, ohne im Kitsch zu ertrinken. Und dabei gleichzeitig den Wert der musikalischen Ideen eines Albinoni, Brahms oder Vivaldi erhalten und in zeitgemäßer Form präsentieren. Vorausgesetzt, man hat Autoren wie bei der vorliegenden Produktion und einen Sänger von der Qualität eines Karel Gott. Dann bleiben die „Schätze der Vergangenheit" auch noch unseren Urenkeln erhalten.

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