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Karel Gott | CD Weihnachten in der goldenen Stadt / Edition Originale Top-Alben

Karel Gott | Weihnachten in der goldenen Stadt / Edition Originale Top-Alben

CD Universal Koch

Das legendäre Album Weihnachten in der goldenen Stadt wurde von Polydor im Herbst 1969 in Prag, in der Teynkirche, in einer Co-Produktion mit Supraphon aufgenommen und es erschien unter dem Namen Weichnaten im goldenen Prag auch in der Tschechoslowakei, allerdings in einer etwas unterschiedlichen Version. Wir finden hier auch zum Teil unterschiedliche Lieder und sogar auch eine andere Version des Liedes Adeste Fideles. Das Album wurde in deutschsprachigen Ländern in verschieden Re-Editionen mit verschiedenen Hüllen ausgegeben, zum ersten Mal sogar im Jahre 1982 auf CD. In der Re-Edition Komplett finden wir auf dem Album beide Versionen, ausser der anderen Version von Adeste Fideles.

PROMO '69: Dem Auftakt liegt das altböhmische Weihnachtslied „Nesem vám noviny" zugrunde, bei uns bekannt mit dem deutschen Text „Kommet ihr Hirten". Die Instrumentalgruppe des Madrigalchores stellt das Thema vor, authentisch im Klange alter Instrumente aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Instrumente sind Leihgaben des Prager Kunstmuseums. Der Kanon baut sich auf bis zum grandiosen Tutti, aus dem sehr persönlich - fast intim - Karel Gott an den Hörer herantritt mit der Verkündigung des Weihnachtsgeschehens:

„Der Heiland ist geboren" ADESTE FIDELES Was bereits in der vorausgegangenen Verkündigung angedeutet wurde, die Freude über das Weihnachtsereignis - hier steigert sie sich nach der a-capella-Einleitung des Madrigalchores zum triumphalen Aufruf „Kommt herbei, ihr Gläubigen!"

SÜSSER DIE GLOCKEN NIE KLINGEN Die Erinnerung an das weihnachtliche Kindheitserlebnis. Vertraut klingt „Es ist ein Ros' entsprungen." Nicht überhörbar jedoch ist die Präsenz der Aussage „Süßer die Glocken nie klingen" die Wirkung bleibt nicht auf das Wiederhören eines mehr oder weniger bekannten Weihnachtsliedes beschränkt: Die vordergründige Interpretation macht die Naivität des Textes offenbar. Nun darf es heißen: „Ihr Kinderlein kommet" zum großen Finale unter Mutters Weihnachtsbaum. („Tochter Zion"aus Händel's Judas Makkabäus).

LARGO (Händel) Das Larghetto aus der Oper„Xerxes" kann nicht ursprünglich mit Weihnachten in Beziehung gebracht werden. Gewohnheit hat es einbezogen in die Musik, die zu Weihnachten gern gehört wird. Karel Gott und der Madrigalchor geben dem seit Jahr und Tag standardi- sierten Werk neue Impulse.

HURA ALLELUJA (Weihnachten in der Goldenen Stadt) Drei altböhmische Weihnachtslieder. Die Instrumentalgruppe des Madrigalchores eröffnet mit den historischen Instrumenten. Ähnlich wie im ,Branden- burgischen Konzert' erwidert das Orchester. Es handelt sich um ein naives Hirtenlied, dessen lebendige Fröhlichkeit sich steigert, daß man an die mitreißen-den slawischen Tänze erinnert wird. In dem langsamen Satz „Syn Boží se nám narodil" (Uns ist der Gottessohn geboren) stellt Karel Gott eine bestrickend schöne Melodie vor, der Kontrapunkt des Cellos betont den Rückfall in den slawischen Mollcharakter. Der Schlußsatz löscht die Vorahnung der Passion mit dem jubelnden „Hurá pana syna porodila" (Hurra, die Jungfrau hat den Sohn geboren) hinwegein fast extatischer Tanz der Freude.

STILLE NACHT - HEILIGE NACHT Die Hymne der deutschen Weihnacht, nicht anonym zurückhaltend oder gar mit gespielter, naiver Andacht. Vordergründig, fast hautnah tritt Karel Gott an den Hörer heran. Jede Textzeile wird nach ihrem wirklichen Inhalt ausgeleuchtet. Christ der Retter ist da! - Das ist die Aussage.

AVE VERUM (Mozart) Das volle Werk einer der ältesten und schönsten Orgeln Europas leitet das Ave Verum ein. Mit fast scheuer Andacht tritt Karel Gott an das Thema heran. Inbrünstige Spannung kommt auf, der isolierte Einsatz der Rythmusgruppe ist einer der stärksten musikalischen Momente des ganzen Albums. Das Orchester bringt schließlich die Herausforderung an den Solisten zur bravourösen Leistung im Finale.

AM WEIHNACHTSBAUM DIE LICHTER BRENNEN Noch einmal blendet die Kinderweihnacht auf mit „Kling Glöckchen, kling." Mit der besonderen Stimmung, die aufkommt, wenn „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,"mit „In dulcijubilo"und „Oh, Du fröhliche..." erfüllt sich die ganze uns lieb gebliebene Weihnachtsseligkeit. Trotzdem bleiben Chor, Orchester und Solist immer gegenwärtig.

AVE MARIA (Schubert) Die mutigste und aufregendste Aufnahme dieser Langspielplatte. Mutig war schon die Auswahl - handelt es sich doch um das authentische Gebet einer Jungfrau. „Erhöre einer Jungfrau Flehen" heißt es im deutschen Text von Storck. Karel Gott singt den lateinischen Text des lithurgischen „Ave Maria" Die musikalische Auffassung Schuberts mit ihrer unüberwindlichen Tendenz zu alizusüßlicher Verniedlichung weicht einer herben musikalischen Diktion. Unter der wahrhaft andächtigen Interpretation voll echter Inbrunst des Solisten entwickelt sich eine Rythmik von atemberaubender Spannung. Sie löst sich in einem Finale von großartiger musikalischer Schönheit. Ein Diskussionsthema? — Vielleicht. — Unbestreitbar jedoch ein Meisterwerk.

PROPHETIA GOTICA Authentische Weihnachtsmusik aus der Kulturperiode der Gotik. So frisch und agressiv, als wäre sie heute geschrieben. Der einleitende Satz erinnert mit der orientalisch anmutenden Melodik an das katholische Byzanz. Der zweite Satz gehört Karel Gott, er singt die Weissagung des Daniel (Danielis Prophetia) im lithurgischen Latein. Der Schlußsatz ist ein fast übermütiger, glückhafter Gesang mit Sprachelementen aus dem Deutsch der Gotik.

SCHLAFE MEIN PRINZCHEN Dieses Lied wird Mozart zugeschrieben. Experten hegen erhebliche Zweifel an dieserAuffassung und sind der Meinung, Mozart hätte dieses Stück bereits bearbeitet. Wie dem auch sei — die vorliegende Bearbeitung schrieb Rudolf Bohn.

AGNUS DEI (Bizet) Mit dem vorhergegangenen Schlaflied ist eigentlich das Weihnachtsthema beendet - die Passion kündigt sich an. — Und doch ist das Agnus Dei von Bizet die Quintessenz dieser Wettmacht in der Goldenen Stadt: Aus Prag steigt das Gebet auf „Miserere... Lamm Gottes, erbarme Dich — und schenke uns Frieden..."

pires
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