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Karel Gott | LP MC Dieses Land ist mein Land

Karel Gott | Dieses Land ist mein Land

LP MC Polydor 2371363

Auf diesem nicht zu ausdrücklichen Album, das im Jahre 1973 erschien, präsentiert Karel Gott moderne Lieder in der klassischen Darstellung (so etwas wie die moderne Klassik oder Klassik, falls Sie möchten), wo wir auch manche der neuen tschechischen Pop Hits finden können. Es gibt hier Versionen von den Liedern Poutník, Kávu si osladím und Zpívejte písně mé – besonders dieses Lied in einem schönen Arrangement. Auch Kávu si osladím hat ein anderes Arrangement und klingt eher wie ein Marsch, aber nicht im negativen Sinne des Wortes. Alle diese Lieder wurden von Karel Gott auch für Supraphon und Amiga aufgenommen. Sonst sind es Lieder, die es in der tschechischen Produktion nie gegeben hat. Es ist ein ganz besonderes Album und sehr wahrscheinlich fängt es ihr Interesse nicht beim ersten Zuhören. Aber wenn Sie die Geduld nicht verlieren, und dessen Geschmack entdecken, werden Sie sicher seine relativ hohe Kunstqualitäten schätzen. Obwohl dieses Album wenig bekannt ist (und auch nur schwer erhältlich) und es hat keine grössere Popularität gewonnen, dürfen wir es getrost in das goldene Fond der Diskographie von Karel Gott einreihen, genauso wie die anderen Themenalben aus dieser Zeit - Meine Wolgamelodie oder Heut' ist der schönste Tag in meinem Leben.

PROMO '73: Was bisher dem klassischen Lied eines Franz Schubert oder Hugo Wolf vorbehalten blieb, scheint sich mit Karel Gotts Langspielplatten auch im Bereich der Popmusik anzubahnen: die zyklenhafte Zusammenfassung mehrerer Lieder unter einem Thema. So präsentierte er mit der Langspielplatte „Von Böhmen in die Weit" eine Auswahl von Kompositionen tschechoslowakischer Komponisten, die in aller Welt so bekannt wurden, daß sich jedes Land als Urheber fühlte und darüber die eigentliche Herkunft vergessen wurde. Die darauf folgende Langspielplatte „Zwischen Moldau, Don und Donau" hingegen enthält Lieder aus slawischen und Balkan-ländern, die noch heute in ihrer ursprünglichen, volksliedhaften Form bekannt sind und gesungen werden. Eine dritte Variation thematisch geschlossener Produktionen stellt die vorliegende Lang-spielplatte dar.

Angeregt durch den weltweiten Export anglo-amerikanischer Schlager machte sich Karel eines Tages Gedanken, wie denn moderne tschechoslowakische Titel beschaffen sein müßten, wenn diese trotz aller Aktualität auf der böhmisch-mährischen Klangwelt basierten. Zusammen mit seinen „Hausautoren und -arrangeuren" Boris Jojic und Rob Pronk und seinem Produzenten Otto Demier machte sich Karel an die Arbeit, und schon während der Vorbereitungen entdeckte das Team manche ungewöhnlichen Beziehungen, wie z. B. die unbewußte Vertrautheit des heutigen Pop-Publikums mit Elementen der traditionellen slawischen Musik: Welthits wie „El Condor Pasa", „Those Were The Days" und „Paint It Black" zeigen Fachleuten ähnliche rhythmische und harmonische Strukturen wie man sie z. B. seit langem von tschechoslowakischen Volksliedern her kennt. Was lag also näher, als sich für diese neue Produktion die gleichermaßen schwierige wie ungewöhnliche Aufgabe zu stellen, auf der Grundlage jener bekannten Folklore-Muster moderne Titel zu schreiben? Ebenso wie kompositorische Aspekte wurden auch Arrangements - wie z. B. volksliedhafte a capella-Teile - und textliche Thematik aus ländlich-kleinstädtischem Milieu im Sinne des Gesamtkonzeptes verwendet: auf traditioneller Grundlage entstanden aktuelle und zeitgemäße Schlager. Man könnte sie auch als moderne Volkslieder oder einfach Tanzmusik bezeichnen, an ihrem Reiz und ihrer Einmaligkeit ändert sich nichts. Wie man - diese LP auch immer einstuft, Worte können das Hörerlebnis nicht ersetzen. Als Anhaltspunkt seien ein paar -Titel heraus- gehoben: „Einmal Hammer, einmal Amboß" in Gospelform geht vom Bild der Dorf- schmiede auf allgemeine Lebenssituationen über; mal ist man Hammer, mal Amboß. „Ding-Dong" beschreibt den allgegenwärtigen Glockenton bei einer Wanderung durch die ländliche Heimat. „Nimm das Leben nicht so tragisch" enthält ungarische Akzente, die die bekannte „Wirf-das-Glas-an-die-Wand "-Stimmung schaffen. „Morava", böhmisch für Mähren, basiert auf einem fast vergessenen mährischen Volks- liedmotiv, das in Karels Interpretation zu hymnischer Größe gesteigert wird.

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